Glossar – die wichtigsten Brettspiel Fachbegriffe

Übersicht der wichtigsten Spiele(r)-Fachbegriffe

In der Spieleszene gibt viele Fachbegriffe. Auch wenn ich in meinen Spielbeschreibungen versuche, möglichst darauf zu verzichten, bin ich doch nicht gänzlich dagegen gefeit. Deshalb möchte ich Euch hier die wichtigsten Begriffe, die wir Vielspieler benutzen (zumindest die, die ich selbst benutze ) verständlich erklären.

Viele kommen aus dem Englischen, manche haben auch anderen Ursprung… aber lange sind nicht alle selbsterklärend:

Was ist denn ein/eine ….?

Alpha-Spieler

Als Alpha Spieler bezeichenen wir dominante Spieler, die den anderen Spielern sagen, was sie in einen Spiel tun sollen. Das tritt häufigt in kooperativen Gesellschaftspiele auf. Dadruch entsteht die Situation, dass sich nicht alle Spieler gleichermaßen in das Spiel einbringen (können).

Downtime

Als Downtime bezeichnen wir die Zeit, die vergeht, bis ein Spieler wieder an der Reihe ist. Es ist sozusagen die Wartezeit, bis ein Spieler wieder ins Spiel eingebunden ist. Gerade in anspruchsvollen Spielen mit sequentieller Zugreigenfolge, kann diese Downtime recht hoch sein.  Viele Spiele ermöglichen, das die Spieler auch während der gegnerischen Züge eingebunden sind, z.B. in Spielen, in denen versteigert wird. Solche Spiele haben meist kaum Wartezeiten. Die Downtime wird natürlich auch stark durch die Spieler selbst bestimmt. Je mehr Grübler am Tisch sitzen, desto größer die Wartenzeiten.

Die Länge der Downtime ist übrigens seit einigen Jahren ein wichtiges Kriterium für die Jury Spiel des Jahres. Gerade bei Spielen für Gelegenheitsspieler und bei Kinderspielen ist ein ständiges Eingbinden der Spieler entscheidend. Es sorgt dafür, dass alle Spieler bei der Sache bleiben. Hohe Downtimes können dazu führen, das Gedanken abschweifen und Langeweile bei einzelnen Spielern entsteht.

Essen

Hat meist nichts mit (fr)essen zu tun. Im Oktober findet in der Stadt Essen das jährliche Spektakel „internationale Spieltage“ oder kurz „die Spiel“ statt. Daber handelt es sich um die weltgrößte Messe für den Bereich Brettspiele, Gesellschaftsspiele, Kinder- und Familienspiele. Dort werden die meisten Neuerscheinung des Jahres vorgestellt. Deshalb reden wir oft von „erscheint zu Essen“ oder „gespielt in Essen“. Ich veröffentliche jedes Jahr nach der SPIEL einen Messeberichte aus Essen: Essen 2017, Spiel ’18, Spiel ’19 Teil 1 , Spiel ’19 Teil 2

Kooperatives Spiel

In alten klassischen Spielen gibt es einen Gewinner und meist mehrere Verlierer. Nicht so in den kooperativen Spielen. Hier spielen alle gemeinsam – gegen das Spiel bzw einen Mechanismus. Oft ist dies ein Zeitfaktor. Im kooperativen Spiel gewinnen oder verlieren alle Spieler zusammen. Sie fördern enorm das Gemeinschaftsgefühl, deswegen sind sie besonders geeignet für Familien und Kinder-Spielrunden. Kooperative Spiele sind z.B. ObstgartenSchnappt Hubi!, Exit Escape Spiele, Andor Junior, Magic Maze, Team3 oder Die Crew.

Kramer-Leiste

Vielleicht habt ihr schon mal ein Spiel gesehen, um dessen Spielfeldrand eine Leiste läuft, wo die aktuelle Siegpunkteanzahl der einzelnen Spieler abgetragen wird. Wolfgang Kramer hat sie erfunden und diese Art der Siegpunkte-Übersicht finden wir seitdem in vielen Gesellschaftsspielen wieder. Deswegen heißt eine Siegpunktleiste um den Spielplan eben nach seinem Erfinder: Kramer-Leiste. Es gibt sehr viele Brettspiele, die eine solche Kamerleiste haben, z.B. Fresko, oder Little Town,

Legacy Spiel

Legacy = Vermächtnis. Hier handelt es sich fast ausschließlich um sehr lange Spiele, die über mehrere Partien/Runden mit immer denselben Mitspielern gespielt werden. Dabei verändert sich das Spiel, z.B. durch zusätzliche/veränderte Regeln oder Ereignisse, die sich auf den weiteren Spielablauf auswirken. Diese Veränderungen werden vererbt und gelten dann auch für die weiteren Partien.

Einem Spielerherz tut es anfangs schon in der Seele weh, wenn nun der Spielplan beschrieben oder beklebt werden soll, um diese Veränderungen auch dauerhaft anzuzeigen. Ein solches Legacy-Spiel ist dann personalisiert und damit dann auch nur einmal spielbar. Wenn der Überraschungsfaktor einmal weg sind, ist ein zweiter Neustart in dasselbe Spiel aber ohnehin nicht zu empfehlen.

Es gibt mittlerweile aber auch Legacy Spiele, die das Spiel physisch nicht modifizieren, so daß es zumindest in einer anderen Spielgruppe noch einmal gespielt werden. Und seit Essen 2016 gibt es sogar ein sich-nicht-selbst-zerstörendes Legacy Familienspiel. das mich sehr begeistert hat.  Lest dazu gerne meine Empfehlung zu  Fabelsaft ) Weitere Legacy Spiele sind z. B.: The King’s Dilemma (für Erwachsene) oder das familienfreundliche My City

Meeple

ist ein Kunstwort, das zusammengesetzt wurde aus „My“ und „People“ und bedeutet soviel wie „Meine Leute / Mein Mannschaft“. Meeples sind also nichts anderes als farbige Spielfiguren, die aber – im Gegensatz zu den altbekannten „Pöppel“ – wie kleine Menschen aussehn. Der Begriff Meeple soll im Jahr 2000 bei einer Partie „Carcassonne erstmals gefallen sein. Deswegen gilt dieses Spiel aus als Meeple Vater und auch das gängige Aussehen der Meeples ist oft an die Carcassonne-Figuren angelehnt. Ganz oben im Titelbild meiner Seiten seht ihr links einen blauen Meeple.

Meeple on Tour

ist eine von mir erfundene Aktion. Es handelt sich um eine spielerische Reise, in der vier bunte Meeples durch die Welt der Blogs ziehen. Sie stellen fragen und ziehen dann weiter zu einen anderen Blog. Meeple on Tour soll eine Art spielerischer Wettkauf sein, aber auch eine tolle Möglichkeit, neue Blogs rund ums Thema Spiel kennenzulernen.

Roll & Write

Roll & Write bezeichnet ein Spielgrenre bei dem die Spieler erst Würfeln und anschlieend das Ergebnis auf einem block eintragen oder einzeichen. Der bekanntrtes Beispiel eines Roll & Write Spiels ist das altbekannte und beliebte Kniffel*. Seit einigen Jahren ist dieses Grenre ein richtiger Trend geworden. Jedes Jahr erscheinen zahlreiche neue Spiele mit Roll & Write Mechanismus. In meinem Blog findet ihr einen typischen Vertreter: Noch Mal!

Eine Abwandlung davon ist Flip & Write: Im Gegensatz zu Roll 6 Wirte wird hier nicht gewürfelt, sondern Karten eines Stapels nach und nach umgedreht. Hier bestimmt als odie Kartenreihenfolge, was die Spieler einzeichnen oder in den Spielblock eintragen müssen. Ein typischer Vertreter für ein Flip & Write Spiel ist z.B. Silver & Gold* oder Der Kartograph.

Worker-Placement

Oder auch Arbeiter-Einsatz Spiel. Jeder Spieler hat einen Vorrat an Spielfiguren = seine Arbeiter. Auf dem Spielplan gibt es dann verschiedene Aktionsmöglicheiten, wohin diese Arbeiter geschickt / eingesetzt werden können. Das Einsetzen der Arbeiter geschieht abwechselnd und es gibt in der Regel auch eine maximal Arbeiterzahl pro Aktionen nach dem Motto: Wenn voll, dann voll!“ Worker-Placement spielt man klassischerweise mit mit Meeples (siehe oben). In meinen Familienspieleempfehlungen findet ihr z.B als typischen Vertreter der Worker Placementspiele: Stoneage oder Little Town

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Zuletzt aktualisiert am 27.09.2020