Codenames – Assoziation in Perfektion

Codenames – Sprachgewaltiges für Ältere

die besten Gesellschafsspiele : CodenamesDas frisch gebackende Spiel des Jahres 2016 Codenames darf in meiner Empfehlungsliste natürlich nicht fehlen. Codename ist ein absolutes Top Spiel aus dem Hause CGE. Der tschechische Kleinverlag ist schon seit einigen Jahren unter Vielspielern für innovative und vielseitige Spiele bekannt. Daß sie nun auch mit dem Spiel des Jahres belohnt wurden ist absolut verdient und von Herzen gegönnt !

Ein Aber ?!   So ein Spiel des Jahres wird oft blind gekauft, und genau das könnte Codenames zum Verhängnis werden. Ich wiederhole: Codenames ist ein absolutes Top Spiel – ganz wichtig ist dabei aber: man muss es mit der richtigen Zielgruppe spielen. Ganz außgewöhnllich für ein Spiel des Jahres steht bei Codesnames auf der Schachtel: „ab 14 Jahren“ – und das ist absolut ernst zu nehmen !

Dabei hat Codenames in keinster Weise kinderunfreundliche Inhalte und auch die Spielregeln sind denkbar einfach. Warum also diese hohe Altersschwelle ? Um Codenames richtig gut spielen zu können bedarf es an Lebenserfahrung, Kreativität und einem guten Sprachverständnis hinsichtlich der Doppeldeutigkeiten vieler gängiger Begriffe.

Kinder und Teenies sind damit völlig überfordert und werden kaum einen richtigen Zugang zu diesem Spiel bekommen. Ihr braucht also ein Gruppe Jungendlicher und Erwachsener, – das kann sogar eine größere Gruppe sein, da Codemanes in Teams gespielt wird.

Worum gehts ?

2 Agententeams in rot und blau spielen gegeneinander und versuchen als erster Kontakt zu allen eigenen Agenten aufzunehmen. Dazu wird ein Spielfeld aus 5 x 5 Kärtchen ausgelegt, von dem jedes einzelne Kärtchen einen Begriff  = Codenamen zeigt.

Jedes Team hat einen Geheimdienstchef. Am besten sitzen die beiden Chefs nebeneinander am Tisch und die anderen Spieler ihnen gegenüber. Die Chefs ziehen eine gemeinsame Codekarte die nur diese beiden Spieler das ganze Spiel über einsehen können. Auf dieser Karte steht in in Form einer Rastermarkierung beschrieben, welche Agenten zum roten bzw. blauen Team gehören. Es gibt auch neutrale Agenten (beige) und einen Attentäter (schwarz), so dass jeder der 25 ausliegenden Agenten-Kärtchen eine Farbe zugeordnet ist.

Nun geht’s auch schon los…

die besten Familienspiele: codenames-aufbauAbwechselnd geben die Chefs ihrem eigenen Teammitglieder einen Hinweis, der ihnen helfen soll, die Agenten der eigenen Farbe zu erraten. Ein Hinweis besteht immer aus genau einem Wort und einer Zahl. Das Wort soll die eigene Teammitglieder natürlich auf die Spur der gleichfarbigen Agenten bringen. Die Zahl gibt an, auf wieviele eigene Agenten das Wort passt. Es gibt sonst weiter keine Einschränkungen zur Wortwahl, außer daß das Wort selbst auf keinem der ausliegenden Kärtchen stehen darf. Nach dem Hinweis dürfen sich die anderen Teammitglieder beraten und dann versuchen den ersten eigenen Agent durch antippen des entsprechenden Kärtchens zu erraten.

Agent gefunden ?

Der Chef prüft nun auf der Codekarte, welche Farbe dem Agenten zugeordnet ist und deckt den Begriff mit einem gleichfarbigen Abdeck-Kärtchen zu. Ist es ein Agent der eigenen Farbe, darf das Team weiter raten. Dies kann maximal bis zu genannten Zahl +1 wiederholt werden. Das Team kann aber auch jederzeit aufhören, wenn es keine Idee hat oder unsicher ist. Ist des getippte Kärtchen ein neutraler Agent, ist der Zug beendet und das generische Team an der Reihe. Ist es ein Agent der generischen Farbe, endet der Zug ebenfalls sofort, schlimmer noch daß damit nun ein gegnerischer Agenten enttarnt wurde, um den sich das anderen Team schon nicht mehr kümmern muss. Im schlimmsten Fall aber tippt das Team den schwarzen Attentäter. Wenn die geschieht ist die Partie sofort zu Ende und dieses Team hat verloren.

Klingt trivial ?

Ist es nicht. Der Chef muss sein Wort weise und mit Bedacht wählen.

Ein (sehr simples) Beispiel:

Rote Agenten zeigen unter anderem die Begriffe „Katze“, „Hund“ , Pferd“, „Schlange“ , „Straße“ und „Auto“. Man könnte meinen Tiere – 4“  wäre ein vermeintlich ertklassiger Hinweis. Was aber, wenn es zugleich blauen Agenten mit den Namen „Strauss“ und „Pinguin“ gibt ? Dann besser der Hinweis „Haustiere – 4 ? Oh nein, der schwarze Attentäter heißt „Fisch“ ! Dann vielleicht  doch besser „Säugetiere – 3″ als Hinweis geben und dann später  die Begriffe „Schlange“, „Straße“ und „Auto“ mit einem „Stau – 3“ Hinweis verknüpfen….

Die enthaltenen Codenamen haben natürlich meist mehrere Bedeutungen. Trotzdem ist es mitunter schwer überhaupt Gemeinsamkeiten zu den (ausschließlich) eigenen Begriffen zu finden.

Warum und für wen geeignet ?

Codenames ist regel technisch denkbar einfach und in 3 Minuten erklärt ! Das Spiel steht und fällt aber mit der Wortgewandtheit und Kreativität der Geheimdienstchefs und dem Interpretationsvermögen der Mitspieler. Deshalb: Codenames ist kein Spiel für Kinder und Teenies unter 14 Jahren ! Nehmt Euren jüngeren Kindern nicht den Spielspaß indem ihr sie überfordert.

Die Variante mit 3 Spieler halte ich für eine Notlösung. Für eine richtig gute Partie Codenames braucht man 4 Spieler ! Oder dann 6 oder 8 Spieler, damit die Team auch ausgeglichen sind.

Da eine Partie in ca einer halben Stunden gespielt ist, folgen meist Anschlussrunden. Schließlich möchten auch die anderen Spieler wissen, wie sich das Spiel als Geheimdienstchef anfühlt.

Beste Gesellschaftsspiele: codenames spiel-des-jahresDurch die Auszeichnung zum Spiel das Jahres konnte die Auflage um ein Vielfaches erhöht werden, was sich auch postitiv auf den Preis auswirkt. Habe ich 2015 in Essen noch deutlich mehr bezahlt, ist Codenames mittlerweile für teilweise unter 15 ,- Euro zu haben. Für die Zielgruppe „Ab 14 Jahren“ ist es ein Pflichtkauf !

Fazit:

Das Wort-Assoziations Spiel Codenames ist „genial einfach“ und „einfach genial“ !

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Infobox – die harten Fakten:

Infobox
Name: Codenames
Verlag: Czech Game Edition 
Autor: Vlaada Chvatil
Erscheinungsjahr: 2015 
Genre: Assoziations-Spiel 
Anzahl Spieler: 3¹-8 
Alter: ab 14 Jahren 
Dauer: ca. 30 Minuten
Preis: ca. 15 Euro

 ¹ laut Verlag. Die Variante ab 3 Spieler ist eine schlechte Notlösung, da sie kein Teamspiel beinhaltet. Richtig gut funktioniert Codenames zu viert, sechst oder acht.

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5 Gedanken zu „Codenames – Assoziation in Perfektion

  1. Mary

    Ich liebe Gesellschaftsspiele und finde das es ein sehr wichtiger und großer Teil eines Kindes ist. Mit dem Alter verliert man gerne die Lust und das Interesse an Brettspielen, allerdings kommt diese wieder 🙂 Das hätte ich nicht gedacht.
    Liebe Grüße
    Mary

    Antworten
    1. Simone Beitragsautor

      Hallo Mary,
      Es freut mich, dass Deine Lust auf Brettspiele wieder entflammt ist. Ich weiß wirklich nicht, warum so viele Menschen damit irgendwann aufhören.
      Es ist ein so wunderbares und vor allem gemeinsames Hobby.
      Verspielte Grüssle, Simone

      Antworten
  2. Melli

    Das Spiel klingt toll, genau so wie ich es mag! Das wäre sogar etwas für unseren monatlichen Spieleabend, da es gar nicht so leicht ist, neue Spiele zu finden, die auch für 7 Personen geeignet sind.
    LG Melli

    Antworten
    1. Simone Beitragsautor

      Liebe Melli,
      es freut mich besonders, dass du schon eine regelmäßige Spielrunde hast!
      Ja, für Spielrunden >6 Personen wird das Eis tatsächlich dünner. Dennoch habe ich schon ein einige Spiele vorgestellt, die toll sind für viele Leute. Schau dir doch auch mal Krazy Wordz oder Meisterwerke an. Ebenso die Krimispiele, die sind alles für größere Spielerunden.
      Ich würde mich sehr freuen, wenn Du meinen Newsletter abbonierst, dann bekommst du regelmäßig 1x im Monat viele neue Tipps.
      Verspielte Grüssle, Simone

      Antworten

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